Venus
Nächster "Haltepunkt" der Raumsonde ist die Venus. Die Venus ist in Sachen Größe (Durchmesser: 12.104 km) und Masse (4,87x1024 kg) ziemlich gleich wie die Erde. Aber dann hört das mit den Gemeinsamkeiten auch schon auf. Sie rotiert in 243 Tagen einmal um sich selbst und ein Venusjahr ist 224,7 Erdtage lang; ihre Achse ist rund 3° gegen die Bahnebene geneigt.
Umgeben ist die Venus von einer 20 km dicken Wolkenschicht, die sich in einer Höhe von rund 50 km befindet. Dadurch ist eine freie sicht auf die Oberfläche der Venus nicht möglich. Besucht wurde die Venus von einigen Sonden, wie Venera 12 (Sowjets) oder Mariner 5 (Amerikaner), von denen auch einige auf der Venusoberfläche gelandet sind (nun gibt es auch eine europäische Venusmission: Venus Express).
Die größten Schwierigkeiten hatten die Sonden mit dem extremen Druck und den hohen Temperaturen. Dann ist es schon eine Meisterleistung, dass Venera 12 ganz 110 Minuten Daten gesendet hat unter einem Druck von 90 Bar und bei einer Temperatur von 450°C!
Die Atmosphäre der Venus reich bis in eine Höhe von 220 bis 250 km. Sie besteht hauptsächlich aus Kohlenstoffdioxid (96,5%). Dies ist wohl auch der Grund für die extremen Temperaturen auf der Venus (Treibhauseffekt). Dadurch hat die Venus auch kaum einen Temperaturunterschied zwischen der Tag- und Nachtseite. Eine Temperatur von 440°C wird auf der Oberfläche nicht unterschritten. Weitere Bestandteile der Venusatmosphäre sind Stickstoff (3,5%) und ganz wenig Schwefeldioxid, Argon, Wasser, Kohlenstoffmonoxid, Helium und Neon.
Die Oberfläche der Venus ist relativ eben und weist nur wenige Erhebungen oder Vertiefungen auf. Festgestellt hat man dies durch Messungen mittels Radarwellen, die die Wolkenschicht durchdringen können.