Saturn und Monde Titan, Rhea und Iapetus


Als nächstes erreichen wir nun den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems, den "Herr der Ringe": Saturn. Saturn ist wie Jupiter auch ein Gasplanet und bewegt sich alle 29 Jahre, 166 Tage und 22 Stunden einmal um die Sonne in einem Abstand von 1,343 Milliarden bis 1,509 Milliarden Kilometer. Ein Tag ist 10 Stunden, 45 Minuten und 45 ± 36 Sekunden. Saturn hat einen Durchmesser von 120.536km und ist mit einer Masse von 5,6846 x 1026 der zweit massenreichste Planet in diesem Sonnensystem.
Auch wie Jupiter besteht Saturn hauptsächlich aus Wasserstoff, nämlich zu 96,3%, und zu 3,25% aus Helium. Weitere Stoffe die man gefunden hat, sind Methan, Ammoniak, Deuterium und Ethan.
Interessant ist, dass Saturns Dichte so gering ist, dass wenn man ein riesiges Schwimmbecken hätte und Saturn reinlegen würde, würde der Planet im Wasser schwimmen. Diese Eigenschaft hat sonst keiner der 9 Planeten.
Die Gase werden wie auch bei Jupiter, je tiefer man in die Atmosphäre eindringt, durch den herrschenden Druck erst flüssig und dann metallisch. Die metallische Form wird bei rund 47% des Radius erreicht. Innerhalb dieser metallischen Schicht befindet sich ein Gesteinskern, der Temperaturen von bis zu 12.000 Kelvin aufweist.
Das Auffälligste an Saturn sind seine Ringe, die man schon mit kleinen Fernrohren sehen kann. Die Saturnringe bestehen aus gefrorenem Gas, Gestein von mehreren Metern Größe und Staub. Der Durchmesser des Ringsystems beträgt von 127.000km bis fast eine Millionen Kilometer und ist hauptsächlich nur mehrere Hindert Meter dick. Das ist extrem dünn; so dünn, dass man die Saturnringe nicht mit dem Fernrohr erkennen kann, wenn die Konstellation richtig ist.
Wie die Ringe entstanden sind, ist nicht klar. Es gibt verschiedene Theorien. Eine sagt, dass die Ringe durch einen Saturnmond entstanden sind, der durch die Gezeitenkräfte von Saturn zerrissen wurde. Eine Abwandlung dieser Theorie ist, dass ein Mond mit einem Meteoriden oder einem Kometen zusammengestoßen ist. Eine Theorie, die aber kaum noch vertreten wird, sagt, dass die Ringe aus der gleichen Staubwolke zusammen mit Saturn entstanden sind.
Die Dynamik des Ringsystems ist extrem komplex und bis heute noch nicht ganz verstanden. Wie man erkennen kann, besteht das Ringsystem aus mehreren Ringen. Die Abtrennung wird durch Saturnmonde verursacht, wie z.B. die Cassiniteilung durch den Mond "Mimas". Dann gibt es noch so genannte Hirten- und Schäfermonde, die in den Lücken des Ringsystems oder an den Rändern kreisen und so dieses System stabilisieren. 1981 wurden durch die Voyager 2 Sonde speichenartige Strukturen entdeckt, die wahrscheinlich aber nur sehr kurzlebig sind. Als Grund wird das Magnetfeld des Saturns vermutet.
Man hatte gedacht, dass die Ringlücken nicht vollständig leer sind, sondern dass in denen immer noch Gesteinsstücke usw. kreisen würden. Allerdings ergaben die Fotos der Cassini-Huygens Sonde, dass dem nicht so ist.
Die geringe Dicke der Ringe ist auf Zusammenstöße der Brocken zurückzuführen. Die Ringe darf man nicht als starres Gebilde ansehen, sondern jedes einzelne Eisstück kreist für sich um den Saturn. Dabei stoßen sich die Stücken in vertikaler Ebene an, wodurch die Bewegung in diese Richtung gebremst wird. Deshalb pendeln sich die Ringstücke in einer sehr dünnen Ebene ein.
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